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Jugend überwindet Grenzen

28. Sep 2009

SCHWERIN/ KIEL - Seit vielen Jahren bringt der Landesjugendring Schleswig-Holstein Jugendliche aus verschiedenen Ostsee-Nationen zusammen und fördert so den grenzübergreifenden Austausch junger Menschen.

Gute Kontakte ins Ausland gibt es bereits. Aber eine funktionierende Partnerschaft allein reicht nicht aus. Es ist auch eine Frage des Geldes. Damit der Austausch nicht an der Finanzierung scheitert, will die Stiftung finanziell schlecht gestellten Jugendlichen unter die Arme greifen. Doch dafür benötigt sie selbst Hilfe. Mit einer Spendenkampagne soll Geld für bedürftige Jugendliche gesammelt werden. Die Aktion führen die Landesjugendringe Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam durch. Durch Projekte soll die kulturelle und politische Bildung der Jugendlichen länderübergreifend ermöglicht werden.

Wie erfolgreich solche Programme sind, beweist das Ostseejugendmediencamp, das vor kurzem 25 Jugendliche aus fünf verschiedenen Ländern zusammenbrachte. Gemeinsam lernten sie das Arbeiten in verschiedenen Medienbereichen kennen und sammelten Erfahrungen in Sachen Funk und Fernsehen. Mit Mikrofon und Kamera waren sie selbst unterwegs, um eigene Beiträge für den Offenen Kanal Kiel und den Offenen Kanal Rostock (rok-tv) zu produzieren.

Wie es die Profis machen, lernten die Teilnehmer bei ihren Besuchen in verschiedenen Medienhäusern. Ob Print, Radio oder TV - hier konnten sich 21 Jugendliche und vier Gruppenleiter aus Estland, Lettland, Polen, Kaliningrad, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Anregungen und Tipps für ihre eigenen Beiträge holen. Dass sich das gelohnt hat, beweist nicht zuletzt der Beitrag, den die Jugendlichen im Internet auf der Videoplattform Youtube veröffentlicht haben. "Wir sind super zufrieden, wir haben eine schriftliche Auswertung gemacht und tolle Rückmeldungen gekriegt", sagt John Goss vom Ostsee-Jugendbüro des Landesjugendrings Schleswig-Holstein. Teilnehmerin Kristin Hirschmann aus Hagenow hat das Projekt vollends überzeugt. "Das Camp hat meine Erwartungen total übertroffen. Es war eine ganz wunderbare Zeit, ich habe sehr interessante und liebe Menschen kennen gelernt und was uns medial geboten wurde, war einfach nur top", schwärmt die 21-Jährige. Mit dieser Meinung ist sie bei weitem nicht allein. "Alle haben gesagt, sie würden auch gern nochmal kommen, aber das wird wahrscheinlich nicht möglich sein, weil wir versuchen, mit dem Projekt möglichst viele Jugendliche zu erreichen", erklärt Goss. Doch eines steht fest: Das Ostseejugendmediencamp soll auch im kommenden Jahr junge Frauen und Männer aus verschiedenen OstseeanrainerStaaten zusammenbringen, damit sie gemeinsam lernen und Erfahrungen austauschen können.

Für dieses und ähnliche Projekte werden seit einigen Wochen Spendengelder gesammelt. "Die Stiftung ist zur Zeit noch mit sehr wenig Kapital ausgestattet", sagt Andreas Beck vom Landesjugendring MV. Doch schon im kommenden Jahr soll dieses erhöht werden. Von den Zinsen können Projekte ermöglicht werden. Spenden hingegen könnten sofort und in vollem Umfang eingesetzt werden, so Beck. "Deswegen ist das Bemühen um größere Zustiftungen auch ziemlich groß."

Doch ob klein oder groß - jeder Geldbetrag hilft der Stiftung und trägt dazu bei, Jugendbegegnungen im Ostseeraum zu ermöglichen.

 

Quelle: Schweriner Vokszeitung


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