Ostsee-Jugendstiftung

Sie sind hier: Startseite
 

Landesjugendring
Schleswig-Holstein e.V.


Holtenauer Straße 99
24105 Kiel
Tel. 0431/800 984-0
Fax 0431/800 984-1
http://ljrsh.de
info@ljrsh.de

Haus Rothfos
Haus Rothfos
Jugendbildungs- und Begegnungsstätte

Wiesengrund 20
23795 Mözen
bei Bad Segeberg
Tel. 04551/4444
Fax 04551/94667
http://haus-rothfos.de
info@haus-rothfos.de

Landtagswahl 2012

Wahl-O-Mat Schleswig-Holstein

juleica.de

jugendserver-sh.de

JuFeBo

www.jugend-und-bne.de


Den Kopf voller guter Ideen

26. Aug 2009

Rostock. Mit der Kamera auf der Schulter, dem Mikrofon in der Hand und vielen Ideen im Kopf besuchen heute 25 Jugendliche in Rostock die Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U Haft der Stasi. Sie sind Teilnehmer des diesjährigen Ostseejugendmediencamps.

Von Antje Bernstein

Aus ihren Aufnahmen in der Gedenkstätte soll einer von vielen Beiträgen entstehen, die später in den Offenen Kanälen in Schleswig-Holstein und MV gezeigt werden. Das Jugendcamp ist Auftakt zur Spendenaktion "Jugend an der Ostsee - Europa mit Jugendbegegnungen stärken". Mit den durch die Kampagne eingenommenen Spendengeldern wollen die Landesjugendringe in MV und Schleswig-Holstein Jugendbegegnungen im Ostseeraum fördern. Das Ostseejugendcamp hat bereits vor fünf Tagen im schleswigholsteinischen Mözen begonnen. Mit der Exkursion nach Rostock startet die Spendenaktion nun in MV.

Die Besetzung des Jugendcamps ist international: Jugendliche aus Estland, Lettland, Polen und Kaliningrad, aber auch aus MV und Schleswig-Holstein nehmen daran teil. Unter ihnen ist auch Kristin Hirschmann aus Hagenow. Sie stieß eher zufällig auf das Jugendmediencamp. Durch einen Zeitungsartikel wurde sie auf das Projekt aufmerksam. "Da stand, dass man sich noch bewerben kann. Ich dachte ich probiere es einfach mal. Ich hab nachgefragt und es hat geklappt", erinnert sich die 21-Jährige.

Bei verschiedenen Exkursionen lernen die Teilnehmer die Arbeit in denverschiedenen Medien kennen.  Doch nicht nur das hat Kristin gereizt. "Ich bin gespannt, wie die anderen Teilnehmer so sind und was sie zu erzählen haben. Wie es bei ihnen so in der Medienlandschaft ausschaut und ob sie die gleichen Möglichkeiten haben wie wir", sagt sie.

Sie ist begeistert von den abwechslungsreichen Aktionen des Jugendmediencamps. "Es ist richtig toll. Das Programm ist vielseitig und bunt. Ich bin sehr gespannt, was uns noch alles erwartet", sagt Kristin. Heute erwartet die jungen Frauen und Männer neben dem Besuch der Dokumentationsstätte ein weiterer Programmpunkt: Sie sind beim Rostocker Sender rok-TV zu Gast. Im Fernsehstudio werden die Teilnehmer selbst in der Blue-Box stehen und Filmaufnahmen machen.

"Es ist eine super Veranstaltung, bei der die Jugendlichen die Gelegenheit haben, sich  auszuprobieren", sagt John Goss vom Ostsee-Jugendbüro in Kiel. "Sie lernen, mit verschiedenen Medien umzugehen. Für die, die aus dem Ausland kommen ist es eine gute Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse aufzubessern", erklärt er weiter. Für die Jugendlichen sind die zehn Tage eine spannende Zeit. "Vor allem die Live-Sendungen sind für sie sehr aufregend", sagt Goss. Dank des vielseitigen Programms wollen viele am Camp teilnehmen. "Wir machen das zum fünften Mal mit verschiedenen Partnern in den einzelnen Ländern. Es ist überhaupt kein Problem junge Leute dafür zu gewinnen. Es spricht sich rum, dass es eine interessante Veranstaltung ist", sagt Goss. Der internationale Austausch steht hier im Vordergrund. "Zu Beginn sind die Teilnehmer immer etwas ängstlich. Aber das Eis ist schnell gebrochen und sie stellen fest, dass sie gut miteinander klarkommen. Ein Lerneffekt ist, dass sie merken, dass die Jugendlichen in verschiedenen Ländern viele Gemeinsamkeiten haben. Das einzige was sie trennt ist hauptsächlich ihre Nationalität und ihre Muttersprache", sagt Goss.

Gemeinsam ist ihnen hingegen, dass viele von ihnen mit dem Mediencamp Neuland betreten. Ein paar Erfahrungen bringt zumindest Kristin aber schon mit. "Ich habe schon ein Schülerpraktikum bei der Zeitung gemacht und beim Jahrbuch an meiner Schule mitgeholfen", sagt die 21-Jährige. Mit Funk und Fernsehen hat sie es aber noch nicht zu tun gehabt. Doch das wird sich nun ändern.

© Nordkurier.de am 25.08.2009


Drucken